Lesebeitrag / 30.09.2021

Festakt zur Gründung der Unternehmer Baden-Württemberg: Eindringlicher Appell für gemeinsames Vorgehen von Politik und Wirtschaft in der Klimapolitik

UBW-Präsident Dr. Dulger: „Die Transformation kann nur gemeinsam mit der Wirtschaft gestaltet werden“

Stuttgart – Von einem eindringlichen Appell für ein gemeinsames Vorgehen von Politik und Wirtschaft in der Klimapolitik begleitet, ist an diesem Donnerstag die Gründung des neuen Spitzenverbandes Unternehmer Baden-Württemberg (UBW) in einem feierlichen Festakt in Stuttgart begangen worden. „Die Politik muss verstehen, dass die großen Transformationsprozesse nur gemeinsam mit der Wirtschaft gestaltet werden können und nicht gegen sie“, erklärte UBW-Präsident Dr. Rainer Dulger vor rund 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und öffentlichen Institutionen. Pandemiebedingt fand die Veranstaltung in einem hybriden Format statt (Online und Präsenz). Mit Blick auf eine künftige Bundesregierung sagte er: „Jede Koalition muss mehr für die Wirtschaft tun, denn nur leistungsfähige Unternehmen können dem Klimawandel wirklich etwas entgegensetzen.“

Nach langjährigen Anstrengungen sind der wirtschaftspolitisch ausgerichtete Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie (LVI) und die sozialpolitische Interessenvertretung der Wirtschaft, die Arbeitgeber Baden-Württemberg, Anfang dieses Jahres zur UBW fusioniert. Damit gibt es nun auch im Südwesten eine zentrale Interessenvereinigung der gesamten Wirtschaft. Der neue Spitzenverband bündelt und moderiert die wirtschafts-, sozial-, arbeits-, gesellschafts- und bildungspolitischen Interessen von rund 70 Mitgliedsverbänden sowie etwa 100 Einzelunternehmen aus Industrie, Dienstleistung, Handel, Handwerk und Landwirtschaft. Pandemiebedingt konnte die Gründung der UBW zunächst nicht mit einer festlichen Veranstaltung gewürdigt werden.

„Wenn die Wirtschaft in Baden-Württemberg nun mit einer Stimme spricht, wird sie noch besser wahrgenommen – und kann die übergreifenden wirtschafts- und sozialpolitischen Interessen der Unternehmen deutlich kraftvoller vertreten“, sagte Dulger in seiner Begrüßungsrede. „Ich bin fest davon überzeugt: Der neue Verband wird sich als die starke Stimme der Wirtschaft im Südwesten etablieren“, unterstrich er.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann erklärte in seinem Grußwort bei der Veranstaltung: „Die großen Zukunftsaufgaben Digitalisierung, Transformation und Klimaschutz werden wir nur im engen Schulterschluss mit der Wirtschaft erfolgreich bewältigen. Ziel muss es sein, dass wir Baden-Württemberg zur Klimaschutz- und Green-Tech-Region Nr. 1 machen. Dafür haben wir als innovativste Region in Europa die besten Voraussetzungen. Mit den Strategiedialogen zu wichtigen Zukunftsfeldern oder unseren Innovationscampus-Modellen etwa im Bereich KI und Mobilität gehen wir als Land voran.“

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg, sagte bei dem Festakt: „Ich freue mich auf ein vertrauensvolles und enges Zusammenwirken mit dem neuen Dachverband der baden-württembergischen Wirtschaft. Wir müssen gemeinsame Antworten darauf finden, wie wir unsere Innovationsfähigkeit stärken und unser Land als Standort national und international noch attraktiver machen. Es braucht gerade jetzt den gebündelten Sachverstand der Wirtschaft, um in Politik und Gesellschaft die notwendigen Weichenstellungen dafür voranzutreiben. Ich bin sicher: Die Unternehmer Baden-Württemberg werden – neben den vitalen Gewerkschaften – zu einer starken Stimme der Wirtschaft!“