Lesebeitrag / 03.05.2022

Baden-württembergische Wirtschaft begrüßt Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für Unternehmensansiedlungen

Wolf und Dick: „Es ist essenziell für Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land, dass die Landesregierung den Standort- und Ansiedlungswettbewerb entschlossen angeht“

Stuttgart – Die baden-württembergische Wirtschaft begrüßt die Ankündigung der Landesregierung, eine zentrale Anlaufstelle für Unternehmen einzurichten, die sich im Südwesten neu ansiedeln oder ihre bestehenden Anlagen erweitern wollen. „Es ist essenziell für Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Land, dass Baden-Württemberg den Standort- und Ansiedlungswettbewerb entschlossen angeht“, sagten Wolfgang Wolf und Peer-Michael Dick, die beiden Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), am Dienstag in Stuttgart. „Die öffentlich gewordenen Rückschläge der letzten Monate beim Werben um Industrieansiedlungen gerade in besonders zukunftsträchtigen Bereichen stehen dem Standort Baden-Württemberg mit seiner hervorragenden Wirtschafts- und Forschungslandschaft nicht gut zu Gesicht – und dürfen vor allem keine Signalwirkung entfachen!“, unterstrichen die beiden.

Im Sinne von Effizienz und Geschwindigkeit sei es zu begrüßen, dass für die zentrale Anlaufstelle keine neue Institution geschaffen werden solle, sondern die funktionierenden Strukturen der bestehenden Standortförderungsagentur „Baden-Württemberg International“ als Fundament für die erweiterte Aufgabe dienen sollen, sagte Wolf: „Zudem darf der Bürgerdialog in der Ansiedlungsstrategie nicht zu kurz kommen. Denn zu oft müssen wir erleben, dass Unternehmensansiedlungen zwar prinzipiell erwünscht sind, aber bitte nicht vor der eigenen Haustür.“ Neben den Anstrengungen auf Landesebene müsse dringend auch der Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt investitions- und innovationsfreundlicher gemacht werden, sagte Dick: „So müssen die Steuer- und Abgabenbelastung auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau reduziert und die Lohnzusatzkosten unter 40 Prozent des Bruttolohns gehalten werden.“