27. Januar 2026

Baden-württembergische Wirtschaft begrüßt die Einigung der EU und Indiens auf ein Handelsabkommen

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Bürkle: „Das Abkommen ist ein starkes Zukunftssignal für unsere exportorientierte Wirtschaft in Baden-Württemberg“

Die baden-württembergische Wirtschaft begrüßt die Einigung der EU und Indiens auf ein Freihandelsabkommen. „Die Einigung mit Indien ist ein Durchbruch für Europa und ein starkes Zukunftssignal für unsere exportorientierte Wirtschaft in Baden-Württemberg. Gerade in einer Phase wachsender Unsicherheit brauchen unsere Unternehmen dringend neue Wachstumsmärkte – Indien wird dabei zu einem zentralen Baustein“, erklärte der Präsident der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), Thomas Bürkle, am Dienstag in Stuttgart. „Mit der Schaffung einer riesigen Freihandelszone mit einem Markt von rund zwei Milliarden Menschen setzen die EU und Indien ein starkes Signal für offenen, regelbasierten Handel in geopolitisch schwierigen Zeiten.“

Für die Wirtschaft im Südwesten eröffnet das Abkommen erhebliche Chancen. „Wenn Zölle von bislang teils über 100 Prozent schrittweise sinken, dann ist das für unsere Automobil-, Maschinenbau-, Elektrotechnik- und Chemieunternehmen ein echter Hebel für mehr Absatz und Investitionen“, betonte Bürkle. „Das Abkommen schafft fairere Wettbewerbsbedingungen für Industrie und Dienstleister und macht signifikantes Wachstum in einem der dynamischsten Märkte der Welt realistisch.“ Zugleich würdigte der UBW-Präsident, dass sich die baden-württembergische Landesregierung bereits seit längerem aktiv für den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit Indien einsetzt.

Über die unmittelbaren Exportchancen hinaus hat das EU-Indien-Abkommen eine klare strategische Dimension. „Das Abkommen ist mehr als ein Handelsvertrag – es ist ein Instrument zur Stärkung unserer wirtschaftlichen Resilienz“, sagte Bürkle. „Diversifizierte Liefer- und Absatzmärkte machen unsere Wirtschaft robuster und geben Unternehmen mehr Planungssicherheit in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung.“

Die Einigung mit Indien unterstreicht aus Sicht der UBW, wie wichtig eine verlässliche und handlungsfähige europäische Handelspolitik ist. „Neue Abkommen entfalten ihren Wert aber nur, wenn Europa sie auch zügig umsetzt“, erklärte Bürkle. „Gerade deshalb darf sich die EU beim jüngst unterzeichneten Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten nicht selbst blockieren.“ Die EU-Kommission müsse die rechtlichen Spielräume nutzen und das Abkommen trotz der Anrufung des Europäischen Gerichtshofes durch das Europäische Parlament vorläufig anwenden. „Europas Glaubwürdigkeit als Handelspartner entscheidet sich daran, ob auf Verhandlungen auch Umsetzung folgt.“

Thomas Buerkle | UBW-Unternehmer Baden-Wuerttemberg e.V

Thomas Bürkle

Präsident

Thomas Widder | UBW – Unternehmer Baden-Württemberg e.V.

Thomas Widder

Pressereferent

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