1. Oktober 2026

Die neue Arbeitszeitstudie des BLV zeigt, dass berufliche Schulen gezielt entlastet werden müssen

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Küpper: „Berufsschulen können Defizite bei Basiskompetenzen der jungen Leute nicht alleine auffangen“

Die neue Arbeitszeitstudie des Berufsschullehrerverbands zeigt aus Sicht der baden-württembergischen Wirtschaft: Berufliche Schulen müssen gezielt entlastet werden. „Ein Teil der in der Studie festgestellten hohen Arbeitsbelastung der Berufsschullehrer resultiert aus der mangelnden Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler in den allgemeinbildenden Schulen. Die Landesregierung muss hier einen Schwerpunkt auf eine verlässlichere Vermittlung von Basiskompetenzen legen“, sagte Stefan Küpper, Geschäftsführer für Bildung, Arbeitsmarkt und Landespolitik der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), am Donnerstag in Stuttgart.

„Es kann nicht Aufgabe von Berufsschulen und Ausbildungsbetrieben sein, diese Defizite nachträglich auszugleichen“, erklärte Küpper, der auch Mitglied der UBW-Hauptgeschäftsführung ist. Lesen, Schreiben, Rechnen und ausreichende Sprachkenntnisse seien Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung.

„Angesichts der Heterogenität der Schülerschaft brauchen wir wirksame Instrumente, um die jungen Menschen tatsächlich ausbildungsfähig zu machen und sie auf ihrem Weg in den Beruf wirksam zu unterstützen“, sagte der Bildungsexperte. Die Sprachförderstrategie des Landes müsse deshalb von der Kita bis zur weiterführenden Schule konsequent und flächendeckend umgesetzt werden. Zudem sollte die im Koalitionsvertrag der grün-schwarzen Landesregierung angekündigte Weiterentwicklung von AVdual, einem Unterstützungsangebot für Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf, jetzt zeitnah umgesetzt werden.

„Ganz wichtig ist auch: Erfolgreiche Angebote am Übergang von Schule in den Beruf dürfen nicht zurückgefahren werden“, machte Küpper mit Blick auf den Rückzug des Landes aus der Kofinanzierung der Berufseinstiegsbegleiter vor knapp drei Jahren deutlich. „Diese Entscheidung sollte wieder rückgängig gemacht werden“, forderte er. „Zudem erwarten wir, dass die kommunalen Träger mit Unterstützung des Landes die AVdual-Begleitung erhalten und bedarfsgerecht ausbauen. Wer Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe dauerhaft entlasten will, muss dafür sorgen, dass junge Menschen gut vorbereitet in ihre Ausbildung starten können.“

Thomas Widder | UBW – Unternehmer Baden-Württemberg e.V.

Thomas Widder

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