Küpper: „Land, Landkreise und Kommunen müssen ihre Finanzbeziehungen dauerhaft tragfähig aufstellen, damit notwendige Investitionen getätigt werden können“
Zu dem heute vorgestellten 9-Punkte-Programm des Berufsschullehrerverbands Baden-Württemberg (BLV) erklärt Stefan Küpper, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW):
„Die baden-württembergische Wirtschaft unterstützt das 9-Punkte-Programm des Berufsschullehrerverbands nachdrücklich. Die berufliche Bildung ist ein Schlüsselthema für die Zukunftsfähigkeit unseres Standorts – gerade mit Blick auf Transformation, Fachkräftesicherung und demografischen Wandel. Hier ist die künftige Landesregierung gefordert, klare Prioritäten zu setzen.
Damit berufliche Schulen ihre wichtige Aufgabe erfüllen können, braucht es verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen – etwa für die Ausbildungsvorbereitung und die Sprachförderung. Die Finanzbeziehungen von Land, Landkreisen und Kommunen müssen dauerhaft tragfähig aufgestellt werden, damit notwendige Investitionen getätigt werden können. Gleichzeitig ist ein spürbarer Bürokratieabbau überfällig, um die Berufsschulen zu entlasten und ihnen mehr Handlungsspielraum zu geben.
Baden-Württembergs wirtschaftliche Stärke basiert auf leistungsfähigen Regionen. Deshalb gilt es, das berufliche Bildungsangebot angesichts sinkender Bewerberzahlen und wachsender Unsicherheiten in der Fläche zu sichern. Eine kluge regionale Schulentwicklungsplanung muss bestehende Standorte erhalten und gezielt weiterentwickeln – auch durch zusätzliche Weiterbildungsangebote. Das ist entscheidend, um mehr jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu eröffnen und den steigenden Zahlen von Ungelernten entgegenzuwirken.
Eine Enquetekommission Bildung kann hierbei wichtige Impulse liefern – vorausgesetzt, sie arbeitet zielgerichtet und mit klarem Auftrag. Sie darf jedoch nicht dazu führen, notwendige Entscheidungen weiter hinauszuzögern.“


