Strauss: „Entscheidend wird sein, dass aus einem staatlich geförderten Vorsorgekonto ein Einstieg in eigenverantwortliches Sparen wird“
Zu dem am Mittwoch im Bundeskabinett verabschiedeten Entwurf des Frühstartrentengesetzes erklärt die UBW-Geschäftsführerin für soziale Sicherung, Dr. Ursula Strauss:
„Die Frühstartrente setzt einen richtigen Impuls. Angesichts des demografischen Wandels brauchen wir eine stärkere kapitalgedeckte Altersvorsorge, die die umlagefinanzierte gesetzliche Rente ergänzt. Es ist ein kluger Ansatz, ein solches staatlich gefördertes Depot gezielt für Kinder und Jugendliche einzurichten und nach dem 18. Lebensjahr in die private Vorsorge zu überführen. Das senkt Einstiegshürden und schärft früh das Bewusstsein für die eigene Absicherung.
Die finanzielle Wirkung der Frühstartrente allein bleibt allerdings gering: 1.440 Euro über zwölf Jahre sind keine nennenswerte zusätzliche Altersvorsorge. Entscheidend ist deshalb, dass aus einem staatlich geförderten Vorsorgekonto ein Einstieg in eigenverantwortliches Sparen wird. Dafür braucht es vor allem eines: mehr Finanzbildung. Kinder und Jugendliche müssen früh verstehen, dass langfristiger Vermögensaufbau einen eigenen Sparbeitrag voraussetzt.
Nur wenn finanzielle Förderung und systematische Finanzbildung zusammenspielen, kann die Frühstartrente ihr Potenzial entfalten und zu einem wirksamen Einstieg in die eigenverantwortliche Altersvorsorge werden.“


