27. Mai 2026

UBW begrüßen die Bundesratsinitiative von Baden-Württemberg und Bayern für einen regional ausgewogeneren Windkraftausbau

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Geiger: „Es ist ein wichtiges Signal, dass die Länder die bestehenden strukturellen Nachteile süddeutscher Standorte bei den Ausschreibungen adressieren“

Die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Bayern haben angekündigt, dass sie sich im Bundesrat für bessere Rahmenbedingung beim Windenergieausbau in Süddeutschland einsetzen werden. Dazu erklärt Manuel Geiger, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW):

„Wir begrüßen es ausdrücklich, dass Baden-Württemberg und Bayern mit mehreren Anträgen im Bundesrat dafür sorgen wollen, dass Windkraftprojekte in Süddeutschland bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur verstärkt zum Zuge kommen. Es ist ein wichtiges Signal, dass die Länder die bestehenden strukturellen Nachteile süddeutscher Standorte bei den Ausschreibungen adressieren. Bislang kommen überwiegend Projekte aus windstärkeren Regionen Norddeutschlands zum Zuge. Das benachteiligt die industriellen Zentren im Süden erheblich und gefährdet auf Dauer sowohl die Versorgungssicherheit als auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts.

Für die Unternehmen in Baden-Württemberg ist der schnelle und verlässliche Ausbau der erneuerbaren Energien längst zu einer strategischen Standortfrage geworden. Die Verfügbarkeit von ausreichend grünem und bezahlbarem Strom entscheidet maßgeblich darüber, ob industrielle Wertschöpfung, Investitionen und Arbeitsplätze künftig weiterhin im Süden gehalten werden können. Gerade energieintensive Branchen sind auf eine sichere Versorgung mit erneuerbarer Energie vor Ort angewiesen. Der Ausbau der Windenergie muss deshalb stärker an den tatsächlichen Bedarfen der Industriestandorte ausgerichtet werden.

Gemeinsam mit weiteren Verbänden und Institutionen haben sich die UBW bereits in den vergangenen Wochen für Sonderausschreibungen ausgesprochen. In Baden-Württemberg und Bayern bestehen bis 2030 erhebliche Windstromlücken von rund 10 Gigawatt. Eine gezieltere regionale Steuerung kann dazu beitragen, diese Lücken schneller zu schließen, Netzengpässe zu verringern und die Systemkosten insgesamt zu senken.

Die baden-württembergische Wirtschaft setzt darauf, dass die Bundesratsinitiative breite Unterstützung findet. Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Süddeutschland ist eine zentrale Voraussetzung für Wachstum, Investitionen und industrielle Transformation.“

Thomas Widder | UBW – Unternehmer Baden-Württemberg e.V.

Thomas Widder

Pressereferent

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Manuel Geiger

Mitglied der Hauptgeschäftsführung