3. Februar 2026

UBW fordern grundlegende und zügige Reform des Rentensystems

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Barta: „Ohne einen Kurswechsel drohen in den kommenden Jahren stark steigende Rentenbeiträge – mit gravierenden Folgen für den Wirtschaftsstandort“

Zu dem von Bundeskanzler Friedrich Merz angekündigten Paradigmenwechsel in der Rentenpolitik erklärt der Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), Oliver Barta:

„Ankündigungen allein sichern noch keine Rente. Vom versprochenen ‚Herbst der Reformen‘ ist 2025 nicht viel übriggeblieben. Umso wichtiger ist es, dass es der Regierungskoalition gelingt, sich in diesem Jahr auf eine durchgreifende Reform unseres Rentensystems zu einigen. Ohne einen Kurswechsel drohen in den kommenden Jahren stark steigende Rentenbeiträge – mit gravierenden Folgen für Beschäftigung, Investitionen und den Wirtschaftsstandort insgesamt.

Schon heute sind die Lohnzusatzkosten in Deutschland so hoch wie in kaum einem anderen Land. Seit 2022 wird bereits die lange gehaltene 40-Prozent-Beitragssatzgrenze gerissen. Bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts droht sogar ein Anstieg der Sozialbeiträge auf annähernd 50 Prozent des Bruttolohns. Dies muss unbedingt verhindert werden.

Wenn Kanzleramts-Chef Thorsten Frei jetzt ankündigt, die Rentenreform zwar zu priorisieren, zugleich aber erklärt, dass bis Jahresende nicht alles fertig wird, ist das ein falsches Signal. Die Probleme sind bekannt, die Zeit drängt. Was jetzt gebraucht wird, sind keine Etappenpläne, sondern klare Entscheidungen. 2026 ist ein Schicksalsjahr für den Standort. Entweder wir setzen endlich mutige Reformen um – oder wir verlieren weiter dramatisch an Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Arbeitsplätzen. Stillstand und Zögern sind keine Optionen mehr.“

Thomas Widder | UBW – Unternehmer Baden-Württemberg e.V.

Thomas Widder

Pressereferent

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