Lesebeitrag / 25.03.2022

UBW begrüßen geplante Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, halten aber weitergehende Entlastungsmaßnahmen für dringend notwendig

Wolf und Dick: „Politik muss nun rasch ein umfassendes Hilfspaket für die Wirtschaft auf die Beine stellen“

Stuttgart – Die baden-württembergische Wirtschaft begrüßt die geplante Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe, hält aber weitergehende Entlastungsmaßnahmen für die Unternehmen für dringend notwendig. „Der Ukraine-Krieg und die – von der Wirtschaft mitgetragenen – Sanktionen gegen Russland haben zu einem massiven Anstieg der Preise für Energie, Rohstoffe und Vorprodukte geführt. Ohne weitere Entlastungs- und Unterstützungsmaßnahmen drohen etliche Unternehmen in eine existenzgefährdende Lage zu kommen“, sagten Wolfgang Wolf und Peer-Michael Dick, die beiden Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), am Freitag in Stuttgart. „Schon jetzt sind einige energieintensive Unternehmen gezwungen, ihre Produktion wegen der extrem hohen Gas- und Stromkosten zu drosseln. Deshalb muss die Politik nun rasch ein umfassendes Hilfspaket für die Wirtschaft auf die Beine stellen“, erklärten die beiden.

Die Europäische Union habe angesichts der aktuellen Krise eigens die Regeln für Staatshilfen gelockert, sagte Wolf: „Dieser Spielraum muss nun auch von der Bundesregierung genutzt werden.“ Nach der temporären Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe müssten nun auch weitere Energiesteuern sowie die Stromsteuer reduziert und die Unternehmen bei den Netzentgelten entlastet werden. „Zudem sollte die Politik besonders betroffenen Unternehmen zinsgünstige Darlehen zur Liquiditätsbeschaffung gewähren sowie direkte Unterstützung bei den Energiekosten zukommen lassen“, forderte Dick.