Lesebeitrag / 02.11.2022

UBW: Zeichen für Wirtschaft stehen auf Sturm. Negative Auswirkungen auf Arbeitsmarkt können nicht ausgeschlossen werden

Dick: „Strom- und Gaspreisbremsen müssen so schnell wie möglich umgesetzt werden. Keinem Unternehmen darf bei Auslaufen seines Energieversorgungsvertrags ein Anschlussvertrag verwehrt werden“

STUTTGART – Die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg ist im Oktober saisonbedingt erneut leicht gesunken. „Die Zeichen für unsere Wirtschaft stehen allerdings auf Sturm. Die Bundesregierung und alle großen Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren eine Rezession“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), Peer-Michael Dick, am Mittwoch in Stuttgart. „Angesichts der Vielzahl an schweren Belastungen, denen sich die Betriebe im Moment ausgesetzt sehen, können auch negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt nicht ausgeschlossen werden. Ganz zentral ist jetzt, dass die geplanten Strom- und Gaspreisbremsen so schnell wie möglich umgesetzt und damit auch die Unternehmen noch rechtzeitig in substanzieller Weise entlastet werden.“

Gleichzeitig müsse es für besonders hart getroffene Firmen unbürokratische Hilfszahlungen geben, forderte Dick: „Enorm wichtig ist zudem, dass keinem Unternehmen bei Auslaufen seines Energieversorgungsvertrags ein Anschlussvertrag verwehrt oder nur zu irrealen Konditionen angeboten wird. Wenn hier nicht rasch eine Lösung gefunden wird, werden wachsende Teile unserer Wirtschaft mutwillig stillgelegt. Das ist schlicht nicht hinnehmbar.“