Wirtschaft mit starker Stimme
in Baden-Württemberg

Die Wirtschaft im Südwesten spricht nun mit einer Stimme: Aus den Arbeitgebern Baden-Württemberg und dem Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie (LVI) wurde Anfang 2021 der neue Verband „Unternehmer Baden-Württemberg“ (UBW). Der neue Verband bündelt und moderiert die wirtschafts-, sozial-, arbeits-, gesellschafts- und bildungspolitischen Interessen von rund 70 Mitgliedsverbänden sowie rund 100 Einzelunternehmen aus Industrie, Dienstleistung, Handel, Handwerk und Landwirtschaft. Die Arbeitgeber Baden-Württemberg waren ursprünglich vor allem für sozialpolitische Themen zuständig, der LVI in erster Linie für wirtschaftspolitische Themen. 

Das oberste Ziel der UBW: den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg nachhaltig stärken. Dazu soll vor allem die Wettbewerbsfähigkeit im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft verbessert werden nach den Prinzipien der unternehmerischen Freiheit, der Tarifautonomie, der Eigeninitiative und der Chancengleichheit.

Präsident der UBW ist Dr. Rainer Dulger, der zuvor Präsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg war. Die bisherigen Vize-Präsidenten des LVI, Endrik Dallmann und Michael Stiehl, haben die gleiche Funktion bei den UBW inne. Als weiterer Vize-Präsident fungiert Thomas Bürkle. Hauptamtlich geführt werden die UBW vom bisherigen geschäftsführenden LVI-Vorstandsmitglied Senator e. h. Wolfgang Wolf und von Peer-Michael Dick, bislang Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber Baden-Württemberg.

Neben der aktiven Interessenvertretung in Baden-Württemberg sind die UBW die Landesvertretung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) sowie Mitglied der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Dadurch werden die Positionen und Interessen der baden-württembergischen Wirtschaft auch auf Bundesebene vertreten. Außerdem setzen sich die UBW auf europäischer Ebene für die Belange ihrer Mitglieder ein.

Wo wir Position
beziehen

  • Arbeitspolitik

    Die digitale Transformation wird die Arbeit und die Arbeitsprozesse in nahezu allen Branchen verändern. Gelingt es uns, den Wandel der Arbeitswelt aktiv und positiv zu gestalten, bleiben wir weiterhin die wirtschaftsstärkste Region in Europa.

    Die Unternehmer Baden-Württemberg sind offen für neue Technologien, Geschäftsmodelle und Beschäftigungsformen. Für Unternehmen und Beschäftigte geht es in den kommenden Jahren darum, den Wandel als Chance zu begreifen. Gelingt uns das, können wir weiterwachsen und dadurch auch Arbeitsplätze sichern. Aufgabe der Politik ist es, dafür einen klugen Rahmen zu setzen und die Unternehmen bei der Qualifikation der Beschäftigten für die Jobs der Zukunft zu unterstützen.

  • Arbeitsrecht

    Vertragsgestaltung, Kündigung, Arbeitszeit, Arbeitnehmerüberlassung, Mindestlöhne, Mutterschutz, Elternzeit – viele Bereiche eines Arbeitsverhältnisses sind gesetzlich geregelt. Bei dieser Komplexität müssen häufig Spezialgesetze beachtet werden, um einen Fall angemessen beurteilen zu können. Viele Bereiche, wie zum Beispiel das Arbeitskampfrecht, sind darüber hinaus im Wesentlichen durch die Rechtsprechung geprägt. Die Unternehmer Baden-Württemberg setzen sich für ein zeitgemäßes und flexibles Arbeitsrecht ein. Die Politik muss die sich wandelnde Arbeitswelt im Blick behalten und die Gesetze entsprechend weiterentwickeln. Überregulierung und Bürokratiebelastung müssen konsequent abgebaut werden. Nur so kann unser Standort wettbewerbsfähig bleiben und für wachsende Beschäftigung sorgen.

  • Bildung

    Entscheidend für die Zukunft des Innovations- und Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg sind gut ausgebildete Menschen, die den Herausforderungen von heute und morgen mit tragfähigen Lösungen begegnen können. Nur mit überzeugenden Konzepten über alle Etappen der Bildungsbiografien kann der Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich gelingen. Deshalb engagieren sich die Unternehmer Baden-Württemberg auf allen Bildungsebenen. Unsere Meinung ist gefragt, wenn es um Bildungspläne geht, wenn sich Schularten verändern, wenn Fragen im Ausbildungsbündnis aufkommen oder Fachkräfte gewonnen werden sollen.

  • Digitalisierung

    Baden-Württemberg kann im globalen Wettbewerb der Zukunft nur mit einer klaren Ausrichtung auf die Digitalisierung bestehen. Der digitale Wandel ist für alle Beteiligten, für die Unternehmen wie für die Beschäftigten, eine große Herausforderung und Chance zugleich. Ist er erfolgreich, kann das die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen am Hochlohnstandort Baden-Württemberg stärken sowie Wachstum und Beschäftigung sichern. Deshalb engagieren sich die Unternehmer Baden-Württemberg für eine flächendeckende Verfügbarkeit von Gigabitnetzen und ein chancenorientiertes Umfeld, insbesondere mit Blick auf die Künstliche Intelligenz und weitere Digitalisierungsfelder. 

  • Energie, Umwelt und Klima

    Den Klimawandel in einer globalisierten und zunehmend vernetzten Welt zu bewältigen, ist eine große Aufgabe – aber in ihr ruht auch eine Chance. Nachhaltiges Handeln bedeutet: Ökonomie, Ökologie und soziale Kriterien müssen miteinander vereinbar sein, wenn man Ziele und Maßnahmen gestaltet. Die Wirtschaft leistet hierzu mit ihren Unternehmen und ihren Wertschöpfungsketten einen wesentlichen Beitrag hierzu. Den Unternehmen muss dabei der notwendige Raum gelassen werden, um Innovationen technologieoffen voranzubringen. 

    Die Unternehmer Baden-Württemberg setzen sich dafür ein, Wirtschaftskraft und Klimaschutz effektiv miteinander zu verbinden. Dazu gehört auf Landes- und Bundes-, aber auch europäischer Ebene ein ganzheitliches, bezahlbares Energie- und Klimaschutzkonzept. Ein Konzept, das die Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit der Unternehmen verlässlich erhält. Es geht auch darum, politisch umweltrelevante Vorgaben aufeinander abzustimmen. 

  • Europa und internationale Zusammenarbeit

    Die baden-württembergische Wirtschaft ist durch ihre starke Exportorientierung unmittelbar von der weltwirtschaftlichen Entwicklung abhängig. Die EU-Mitgliedstaaten sind ein wichtiger Exportmarkt für die baden-württembergischen Unternehmen. Eine weitere Vertiefung des EU-Binnenmarkts ist deshalb von zentraler Bedeutung für unsere Wirtschaft. Gleichzeitig machen sich die Unternehmer Baden-Württemberg auch für eine entschlossenere europäische Außen- und Handelspolitik stark. Wir unterstützen das internationale Engagement der Unternehmen zudem durch verschiedene Programme und eine Reihe von Kooperationen: zum Beispiel mit der baden-württembergischen Außenwirtschaftsförderung und mit Initiativen der deutschen Wirtschaft (Ost-Ausschuss, Asien-Pazifik-Ausschuss, Lateinamerika-Initiative etc.).

  • Fachkräftesicherung

    Für Wirtschaftswachstum und Wohlstand in Baden-Württemberg sind gut qualifizierte Fachkräfte entscheidend. Daher gehört die Sicherung eines ausreichenden Fachkräfteangebots zu den Schlüsselaufgaben für unsere Zukunft. Aufgrund der demografischen Entwicklung gehen in den nächsten Jahren überdurchschnittlich viele Fachkräfte in den Ruhestand – und immer weniger Berufseinsteiger kommen nach. Die Unternehmer Baden-Württemberg machen sich deshalb für zielgerichtete Instrumente zur Fachkräftesicherung stark. Einfachere Regelungen zur Zuwanderung können einen ebenso wichtigen Beitrag leisten wie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Konzepte zur Integration und Teilhabe am Arbeitsmarkt.

  • Forschung und Technologie

    Baden-Württemberg ist die Region mit der höchsten Innovationsfähigkeit innerhalb der Europäischen Union. Um die Wirtschaft im Zuge von Digitalisierung, Defossilisierung und Dekarbonisierung zu transformieren, braucht es noch mehr grundlegende Innovationen und Zukunftstechnologien. Forschung und Entwicklung sowie Wissens- und Technologietransfer garantieren daher, dass der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg wettbewerbsfähig bleibt – sie sichern den Wohlstand der Region. Die Unternehmer Baden-Württemberg setzen sich im engen Austausch mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft für eine effektive, zielgerichtete und technologieoffene Innovationspolitik ein, um die Innovationsdynamik noch zu erhöhen. 

  • Mittelstand

    Der Mittelstand ist das Rückgrat der baden-württembergischen Wirtschaft – und gleichzeitig ihr Wachstumsmotor. Mittelständische Unternehmen treiben Innovationen voran, sie schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und damit Wohlstand. Damit das so bleibt, setzen sich die UBW für den Abbau von Standortnachteilen ein, die vor allem kleine und mittelständische Unternehmen mit zusätzlichem Aufwand belasten. So fordern wir etwa niedrigere Lohnzusatzkosten, weniger bürokratische Hürden sowie wettbewerbsfähigere Steuersätze. Wir wollen weniger Regulierung, dafür mehr soziale Marktwirtschaft und unternehmerische Freiräume. 

  • Mobilität

    Mobilität und Logistik sind zentrale Faktoren für Wirtschaftskraft, Wohlstand und Lebensqualität in Baden-Württemberg. Die Unternehmer Baden-Württemberg stehen für eine nachhaltige, klimaverträgliche und wirtschaftlich sinnvolle Mobilität von Menschen und Gütern. Dafür müssen Wirtschaft und Politik ihrer Verantwortung gerecht werden. Unsere Unternehmen entwickeln die nötigen innovativen Technologien. Aufgabe der Politik ist es, die entsprechenden Infrastrukturen bereitzustellen. Die Rahmenbedingungen sind idealerweise so, dass sie neue Ideen beflügeln und nicht behindern.

  • Soziale Sicherung

    Bezahlbare Arbeitskosten sind eine zwingende Voraussetzung für einen funktionierenden Arbeitsmarkt und einen leistungsfähigen Sozialstaat. Damit die sozialen Sicherungssysteme finanzierbar und leistungsfähig bleiben, muss insbesondere die beitragsfinanzierte Sozialversicherung weiter reformiert werden. Das gilt umso mehr angesichts des demografischen Wandels, der die Gesellschaft in den nächsten Jahren tiefgreifend verändern und neue finanzielle Lasten mit sich bringen wird. Hohe und möglicherweise weiter steigende Beitragssätze würden die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung schwächen. Die Unternehmer Baden-Württemberg setzen sich deshalb für eine nachhaltige Finanzierung der Sozialversicherungssysteme ein, bei der die Leistungen und deren Finanzierung in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. 

  • Steuern und Finanzen

    Wettbewerbsfähige steuerpolitische Rahmenbedingungen sind ein zentraler Standortfaktor für unsere Unternehmen. Innovationen und Investitionen dürfen nicht durch stetig zunehmende Belastungen erstickt werden. Deshalb machen sich die UBW für international konkurrenzfähige Steuersätze in unserem Land stark, häufig im Zusammenspiel mit unseren Bundesorganisationen. Wir setzen uns auch für eine nachhaltige Haushaltspolitik in Bund und Land ein, die finanzpolitische Gestaltungsspielräume dauerhaft sicherstellt.

Präsidium

Präsident
Senator e.h. Dr.-Ing. Rainer V. Dulger
Geschäftsführender Gesellschafter ProMinent GmbH, Heidelberg

Vizepräsident
Thomas Bürkle
Technische Geschäftsleitung Bürkle & Schöck Elektro-Anlagen GmbH, Stuttgart

Vizepräsident
Endrik Dallmann
Leiter HR Bell Food Group AG Bellfood Group AG, Radolfzell

Vizepräsident
Michael Stiehl
Geschäftsführender Gesellschafter Rauch Möbelwerke GmbH, Freudenberg

Ehrenpräsident
Prof. Dr. sc.techn. Dieter Hundt
Vorsitzender des Aufsichtsrates Allgaier Werke GmbH, Uhingen

Mitglied des Präsidiums
Donata Apelt-Ihling
Gesellschafterin Alfred Apelt GmbH, Oberkirch

Mitglied des Präsidiums
Markus Böll
Geschäftsführender Gesellschafter Böll Bauunternehmung GmbH, Schriesheim

Mitglied des Präsidiums
Karlhubert Dischinger
Aufsichtsrat und Gesellschafter Karldischinger Logistikdienstleister GmbH, Ehrenkirchen

Mitglied des Präsidiums
Horst Lenk
Inhaber Mode Lenk GmbH, Pforzheim

Mitglied des Präsidiums
Michael Lindner
Geschäftsführender Gesellschafter Börlind Gesellschaft für kosmetische Erzeugnisse mbh, Calw

Mitglied des Präsidiums
Dr. Andreas Wimmer
Vorsitzender des Vorstandes Allianz Lebensversicherungs-AG

Mitglied des Präsidiums
Dr. jur. Stefan Wolf
Vorsitzender des Vorstands ElringKlinger AG, Dettingen

Hauptgeschäftsführung

Peer-Michael Dick

Senator e.h. Wolfgang Wolf