Lesebeitrag / 27.10.2021

Unternehmer Baden-Württemberg eröffnen feierlich ihre Repräsentanz in Brüssel

Dulger: „Wenn wir etwas für unsere Unternehmen bewegen wollen, dann müssen wir vor Ort in Brüssel sein, um hier Flagge für eine wettbewerbsfähigere und insgesamt handlungsfähigere EU zu zeigen“

© Bernal Revert/ BR&U
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Stuttgart/Brüssel – Die Unternehmer Baden-Württemberg haben an diesem Mittwoch feierlich ihre Repräsentanz in Brüssel eröffnet. „Zweifelsohne werden auch auf EU-Ebene im Moment die entscheidenden Weichen für unsere Wirtschaft gestellt: sei es in den Bereichen Klimaschutz und Digitalisierung oder im Themenfeld Außenhandel“, erklärte UBW-Präsident Dr. Rainer Dulger in Brüssel vor Vertretern von Politik, Wirtschaft und Verbänden. „Wenn wir etwas für unsere Unternehmen bewegen wollen, dann müssen wir vor Ort in der Hauptstadt Europas sein, um hier Flagge für eine wettbewerbsfähigere und insgesamt handlungsfähigere EU zu zeigen.“ Das UBW-Büro befindet sich in den Räumlichkeiten baden-württembergischen Landesvertretung in Brüssel. Zu den Rednern der Eröffnungsveranstaltung gehörten auch die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (online zugeschaltet) und der ehemalige Ministerpräsident Baden-Württembergs und EU-Kommissar, Günther Oettinger.

Dulger betonte in seiner Rede die zentrale Rolle, die der europäische Binnenmarkt für die stark exportorientierte Wirtschaft Baden-Württembergs spielt: „Ihn zu erhalten und weiter zu vertiefen ist ein Kern-Anliegen unseres Verbandes.“ Rund 46 Prozent der baden-württembergischen Exporte gingen im vergangenen Jahr in die EU, zirka 20 Prozent nach Asien und etwa 15 Prozent nach Amerika. Und auch rund 57 Prozent der baden-württembergischen Importe kamen 2020 aus der EU, etwa 17 Prozent aus Asien und rund 9 Prozent aus Amerika. „Diese Zahlen belegen die Bedeutung der Europäischen Union für unseren Wohlstand eindrücklich“, sagte der Präsident des Dachverbands der baden-württembergischen Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände.

Aktuell stehe die EU vor der Herausforderung zu beweisen, dass ein klimaneutrales und gleichzeitig wirtschaftlich starkes und wettbewerbsfähiges Europa machbar sei, erklärte Dulger: „Nur wenn uns dies gelingt, werden wir auch auf globaler Ebene Nachahmer finden. Das ist der alles entscheidende Punkt. Ein europäischer Alleingang im Klimaschutz würde nämlich für sich keinen ausreichenden Einfluss auf das Weltklima haben.“ Auch der Zwischenbericht des Weltklimarates zeige eindrücklich den Handlungsdruck aller großen Treibhausgasemittenten, weitere gemeinsame Schritte zu ergreifen, so der UBW-Präsident: „Es ist deshalb zentral, dass bei der anstehenden UN-Klimakonferenz in Glasgow ein entsprechendes Regelwerk zur Umsetzung der Beschlüsse des Pariser Abkommens festgelegt wird.“