Veranstaltungs-Rückblicke, Landtagswahl 2026

    Energiepolitisches Forum 2026: Klare Erwartungen an Politik und Rahmenbedingungen

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    Beim Energiepolitischen Forum 2026 im LOOK21 kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Verbänden und Politik zusammen, um über die zentralen energiepolitischen Weichenstellungen für Baden-Württemberg zu diskutieren. Die Veranstaltung machte deutlich: Die Energiewende steht an einem entscheidenden Punkt – und erfordert jetzt verlässliche Entscheidungen und Tempo in der Umsetzung.

    Nach der Begrüßung durch Manuel Geiger (UBW) und Michael Homann (Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg) setzte Thomas Bürkle mit seinem energiepolitischen Impuls den inhaltlichen Rahmen. Er betonte die weiter steigenden Energiebedarfe von Wirtschaft und Gesellschaft und unterstrich die Dringlichkeit einer raschen Konkretisierung der Kraftwerksstrategie sowie eines funktionsfähigen Kapazitätsmarktes.

    In ihrer Keynote hob Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, die Bedeutung verlässlicher und langfristiger Rahmenbedingungen hervor. Für das Gelingen der Energiewende und die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland seien Planungssicherheit, Investitionsanreize und die Resilienz kritischer Energieinfrastrukturen entscheidend.

    Ein zentraler Programmpunkt war die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion mit Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Thekla Walker (Bündnis 90/die Grünen), Raimund Haser (CDU), Gabi Rolland (SPD) und Daniel Karrais (FDP), moderiert von Joti Fotiadis. Diskutiert wurden drei zentrale Themenfelder: Klimapolitik und Klimaneutralität, Versorgungssicherheit und Infrastruktur sowie die Bezahlbarkeit der Energiewende. Insbesondere das baden-württembergische Ziel der Klimaneutralität bis 2040 sowie der Weg dorthin wurden kontrovers diskutiert. Auch beim Thema Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Netzinfrastruktur beziehungsweise der Synchronisation beider Kernelemente der Energiewende gingen die Meinungen der energiepolitischen Experten auseinander.

    Praxisimpulse aus Unternehmen – unter anderem von Siemens Energy, MVV Energie AG und Essity – machten deutlich: Die Wirtschaft steht zu den Klimazielen, braucht dafür jedoch bezahlbare Energiepreise, beschleunigte Genehmigungsverfahren, einen zügigen Infrastrukturausbau und stabile regulatorische Vorgaben. Insbesondere der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft wurde als zentraler Erfolgsfaktor benannt.

    Das gemeinsam von der Unternehmer Baden-Württemberg, dem Verband für Energie- und Wasserwirtschaft Baden-Württemberg durchgeführte Forum zeigte eindrücklich, wie wichtig der kontinuierliche Dialog zwischen Politik und Wirtschaft ist. Die Dringlichkeit der energiepolitischen Aufgaben war dabei über alle Beiträge hinweg spürbar.

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