Lesebeitrag / 30.09.2021

Wirtschaftliche Aussichten weiter solide, aber Impfquote muss dringend erhöht werden

Wolf und Dick: „Je mehr Menschen geimpft sind, desto geringer ist die Gefahr, dass es wieder zu größeren pandemiebedingten Einschränkungen kommt“

Stuttgart – Die Arbeitslosenzahlen in Baden-Württemberg sind im September wieder in die Rückwärtsbewegung gegangen. „Die wirtschaftlichen Aussichten im Südwesten sind im Großen und Ganzen solide, auch wenn Lieferketten-Probleme und hohe Rohstoffpreise derzeit insbesondere die Industrie belasten“, sagten Wolfgang Wolf und Peer-Michael Dick, die beiden Hauptgeschäftsführer der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), am Donnerstag in Stuttgart: „Die von der Corona-Pandemie besonders hart getroffenen Branchen Einzelhandel, Tourismus und Gastgewerbe sind nun glücklicherweise auch wieder ins Laufen gekommen. Um diesen positiven Trend abzusichern, müssen wir aber dringend die Impfquote weiter steigern.“ Denn je mehr Menschen geimpft seien, desto geringer sei die Gefahr, dass es wieder zu größeren pandemiebedingten Einschränkungen komme, so Wolf und Dick.


Es sei deshalb wichtig, weiter mit niedrigschwelligen Impfangeboten auf Marktplätzen, in Einkaufszentren, Museen oder Fußballstadien auf Menschen zuzugehen, die sich bislang aus verschiedensten Gründen noch nicht um einen Impftermin gekümmert hätten, sagte Wolf. „Wir müssen hier einfach Durchhaltevermögen beweisen, um so viele Menschen wie möglich davon zu überzeugen, dass sie mit einer Impfung sich und ihre Mitmenschen am besten schützen können“, unterstrich er.


„Gleichzeitig ist es aber richtig, ungeimpften Menschen auch deutlich zu machen, dass auf sie gesundheitliche Folgekosten zukommen, beispielsweise für das Testen oder durch den Wegfall der Verdienstausfall-Entschädigung im Quarantäne-Fall“, erklärte Dick. Wer sich bewusst gegen eine Impfung entscheide, müsse auch die daraus resultierenden finanziellen Folgen selbst tragen und könne diese nicht auf die Allgemeinheit abwälzen. Wichtig sei in diesem Zusammenhang aber, dass die datenschutzrechtlichen Bedenken gegen eine Abfrage des Impfstatus durch den Arbeitgeber nun von der Landesregierung endgültig und rechtssicher beseitigt würden, so Dick.